"Burscheid Live" gestaltet insektenfreundlichen Lebensraum

Grundstück von Landesbetrieb Straßenbau NRW gepachtet

 

Burscheid. Immer mehr hört man von dem auf inzwischen bedrohliche Maße angestiegenen Insektensterben in Deutschland. Grund genug für den Verein "Burscheid Live" etwas für die Insekten zu tun. Hierzu wurde von dem Landesbetrieb Straßenbau NRW eine Wiese in Hilgen Ecke Witzheldener Straße / Hilgener Straße gepachtet, die nun nach und nach zu einem insektenfreundlichen Lebensraum umgestaltet und gepflegt werden soll.

 

Begleitet werden die vorgesehenen Maßnahmen durch die Landschaftspflegerin Claudia Nolde aus Kürten und Förster Karl Zimmermann aus Burscheid, die beide auch Beisitzer im Vereinsvorstand sind. Als erstes werden am kommenden Donnerstag in einem auf der Fläche bereits vorhandenen umrandeten Pflanzbeet sowie in zwei weiteren kleineren Teilbereichen, die später ebenfalls mit Steinen umlegt werden sollen, 500 Eisbegonien zusammen mit der Caritas Kindertagesstätte "Sonnenblume", dem Familienzentrum "Kleine Strolche" und der Offenen Ganztagsschule der Ernst-Moritz-Arndt Schule gepflanzt. In diese Beete werden dann regelmäßig entsprechend der Jahreszeit Pflanzen eingesetzt.

 

Hauptsächlich soll auf der Grünfläche aber mit regionalem Saatgutmischungen eine Wildblumenwiese entstehen. Die Neueinsaat soll aber erst nach dem Sommer im Herbst erfolgen. Je nach Witterung wird die Blühwiese dann jeweils zwei- bis dreimal im Jahr gemäht, wobei das Mahdgut abtransportiert wird. Weiterhin ist der Bau von Insekten- und Wildbienenhotels geplant. Ein erstes wird in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit der DLRG-Jugend Burscheid entstehen, wobei Förster Zimmermann die Jugendlichen fachlich anleiten wird. Bei dieser Aktion werden dann auch an den beiden auf dem Grundstück stehenden Obstbäumen Nistkästen angebracht.

 

In der weiteren Zukunft ist auch an die Anlegung einer Trockenmauer aus Natursteinen geplant, die dann nicht nur von verschiedenen Wildbienenarten bezogen werden kann, sondern auch Kleinsäugern, Reptilien und Amphibien eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Außerdem sollen weitere Streu- oder Wildobstbäume auf der Fläche angepflanzt werden. Voraussetzung ist, dass der Verein entsprechende Gelder hierfür akquirieren kann.